Neue Risiken durch veränderte Erntebedingungen - Wie sich Klimawandel, Heuqualität und Stoffwechselprobleme gegenseitig verstärken.
Die klimatischen Bedingungen der letzten Jahre verändern die Grundlagen der Pferdefütterung spürbar. In vielen Regionen wechseln sich lange Trockenphasen während der Wachstumszeit mit zu feuchten oder zu kühlen Wetterlagen zur Erntezeit ab. Die Folge: Der optimale Schnittzeitpunkt wird immer häufiger verpasst und verschiebt sich teils deutlich nach hinten. Was dann geerntet wird, ist oft kein hochwertiges Grundfutter mehr, sondern überreifes, stark verholztes Gras. Heuanalysen zeigen bei solchen Chargen regelmäßig auffällige Werte: sehr hohe Rohfaseranteile, deutlich zu wenig Protein, erhöhte Zucker- und Energiegehalte sowie eine verstärkte mikrobielle Belastung. Für viele Pferde hat das gravierende Folgen – vor allem dann, wenn Heu ungeprüft und in freier Menge gefüttert wird.











